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Praktische Hilfe für Schüler
Hier findet ihr konkrete Angebote für ein Praktikum, einen Ferienjob oder eine Ausbildungsstelle bei Firmen aus der Region; wichtige Termine zur Berufsorientierung; Infos, die euch helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Unterstützung regionaler Unternehmen
Das Stellwerk bietet allen Firmen aus der Region neue Möglichkeiten, frühzeitig mit potentiellen Bewerbern
in Kontakt zu kommen.

Unterrichtsmittel für Lehrer
Das Stellwerk Portal unterstützt Lehrer bei der Beratung
ihrer Schüler in der Phase der Berufsorientierung.

Die Schüler-Reporter

Auf dieser Seite findest Du Interviews von Schülern, die interessante Berufe aufgestöbert und Unternehmern einmal auf den Zahn gefühlt haben.

Hast Du selbst eine Idee für ein Interview?
Einfach eine Mail an info@stellwerk-penzberg.de und wir nehmen mit Dir Kontakt auf.


Hier die aktuellen Interviews:

  • Interview mit Robert Krug, Mitarbeiter der Rückversicherung Benfield

  • Interview mit Maria Spörl, Krankenschwester in der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Murnau

  • Interview mit Interview mit Bernd Schewe, Polizeivollzugsbeamter im gehobenen Dienst bei der Polizei Penzberg (siehe unten)

  


Wie cool ist eigentlich der Job als Polizist oder Polizistin?

Interview mit Bernd Schewe,
Polizeivollzugsbeamter im gehobenen Dienst
bei der Polizei Penzberg

Interviewer: Mariella Dörflinger, Daniela Kainzbauer, Christina Hilgärtner



War dieser Beruf von Anfang an ihr Wunschberuf?

Nein. Ich bin ein Spätberufener und war vorher bei der Bundeswehr und habe studiert.


Wie lange arbeiten Sie schon in dem Beruf?

Ca. 25 Jahre.


In welchen Bereichen sind sie besonders tätig?

Momentan in der Organisation. Das heißt unter anderem Dienstplangestaltung und Personaleinsatz und Einsatzabläufe planen.


Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Grundsätzlich bin ich am PC beschäftigt. Ich erstelle Dienstpläne und bin für die E-Mail-Verwaltung zuständig. Aber auch bei Einsätzen fahre ich als Unterstützung mit. Hinzu kommen noch Stundenschreibung, Koordination der Fortbildungen und weitere Dinge um Personalverwaltung, um den reibungslosen Ablauf zu sichern.


Welches war das schönste Erlebnis seit Sie hier tätig sind?

Da es ein Beruf ist, bei dem man helfen kann, gibt es viele schöne Erlebnisse. Außerdem ist der Beruf sehr erfolgsorientiert, beispielsweise wenn man einen Täter fasst. Auch positives Feedback, wenn man der Familie den vermissten Großvater zurückbringt oder aber auch ein erfolgreicher Azubi kann ein Erfolgserlebnis sein.


Welche Ausbildung hatten Sie?

Erst die Ausbildung im mittleren Polizeivollzugsdienst, 10 Jahre später im gehobenen Polizeivollzugsdienst.


Welche Gefahren verbergen sich hinter diesem Beruf?

Die größte Gefahr besteht darin, vor lauter Routine nicht mehr aufmerksam zu sein. Aber er ist nicht gefährlicher als andere Berufe. Als Zimmerer zum Beispiel kann man vom Dach stürzen. Es liegt hauptsächlich an der Presse, die den Beruf als hochgefährlich einstuft. Um Gefahren zu vermeiden, sollte man versuchen, die Reaktionen von Leuten vorauszusehen, nicht gefragt ist hier allerdings falsches Heldentum. Man sollte immer sachlich bleiben. Eine weitere Gefahr besteht darin, wenn man sehr schnell fahren muss, um zu einem Unfall zu fahren. Aber wirkliche Gefahr gibt es nicht sehr häufig.


Welche Qualifikationen oder Fähigkeiten benötigt man für diesen Beruf?

Zu den Qualifikationen zählen ein guter Realschulabschluss mit relativ gutem Durchschnitt und man muss sich sicher in Sprache, Schrift und Wort sein. Um Berichte schreiben zu können, benötigt man eine gute Ausdrucksweise. Und ein falsches Wort zur falschen Zeit sollte man sich tunlichst schenken. Außerdem sollte man psychische Belastbarkeit und eine gute Selbstbeherrschung mitbringen.


Welche besonderen Herausforderungen hatten Sie?

Körperlich ist es die Nachtschicht. Man muss dabei sehr auf seine Gesundheit achten. Doch es gibt für jeden persönliche Herausforderungen, mit denen er klar kommen muss. Auch schwere Unfälle mit Schwerstverletzten sind eine große Herausforderung, da man wirklich alles richtig machen will und alles sehr schnell gehen muss. Da ist Entscheidungsfreude äußerst wichtig!


Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Ich selbst habe ja auch schon wahrgenommen, als vom mittleren in den gehobenen Dienst. Eine weitere Aufstiegsmöglichkeit ist dann noch der höhere Dienst, also zum Beispiel Polizeidirektor.


Dürfen Sie Praktikanten Ihr Unternehmen zeigen?

Ja, bei uns gibt es Praktikanten. Der Einstellungsberater weiß die genauen Richtlinien.


Sollte man für diesen Beruf mobil sein?

Im Prinzip schon. Eine Wunschdienststelle in der Heimat ist ja ohnehin schwierig. Ich wohne in Peißenberg und fahre jeden Tag nach Penzberg in die Arbeit.


Ist dieser Beruf mit der Familie vereinbar?

Ja, natürlich. Allerdings verlangt es der Schichtdienst tagsüber zu schlafen.


Führten Sie in Ihrer Ausbildungszeit etwas anderes durch als jetzt?

Ja, da die Tätigkeiten im Verlauf der Jahre wechseln. In der Ausbildung ist man mit einer Gruppe im geschlossenen Einsatz. Außerdem ist man in ganz Bayern unterwegs und lernt viele Orte kennen.


Wie fit sollte man gesundheitlich für diesen Beruf sein?

Ein gewisser Grad an Fitness ist notwendig. Ein Herzleiden sollte man also nicht unbedingt haben. Aber grundsätzlich ist die geistige Fitness wichtiger, denn man muss sehr schnell reagieren können. Und nur mit raufen hat man keine Erfolge, weil es immer mal wieder jemanden gibt, der stärker als man selbst ist.

 

Aktuelle Termine

1 Einträge gefunden

01.10.2010 15:00 - 22:00
Ort: Realschule Penzberg

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