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Interview mit Maria Spörl,
Krankenschwester, Unfallklinik Murnau

Interviewer: Mariella Dörflinger, Daniela Kainzbauer, Christina Hilgärtner

 

 

War dieser Beruf von Anfang an ihr Wunschberuf?

Nein, eigentlich wollte ich Arzthelferin werden. Doch die Arzthelferin in der Praxis, in der ich ein Praktikum während der Schulzeit absolvierte, meinte, dass dieser Beruf keine Zukunft hätte und ich sollte lieber Krankenschwester werden.


Wie lange arbeiten Sie schon in dem Beruf?

Mit Ausbildung sind es jetzt fast 9 Jahre.


In welchen Bereichen sind sie besonders tätig?

Neurologie Frührehabilitation.


Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Im Grunde genommen gibt es keinen typischen Arbeitstag. Die Arbeit ist im 3-Schicht-System aufgeteilt und alle Schichten sind unterschiedlich. Grundsätzlich bestehen die Schichten aus Patienrenpflege, Patienten- und Angehörigenbetreuung, Übergabe, Arztvisite und deren Ausarbeitung, Pflegedokumentation, Arztanordnungen durchführen, Vorbereitungen einer OP, aber auch Unvorhergesehenes. Hinzu kommen auch Patientenaufnahmen von Intensivstation und von außen. Geplante Aufnahmen kommen im Frühdienst, ansonsten in jeder Schicht auch über die Intensivstation oder die Notaufnahme. Und Pause gibt es natürlich auch zwischendurch. ;-)


Welches war das schönste Erlebnis seit Sie hier tätig sind?

Das schönste Erlebnis bis jetzt war die Genesung einer Schädel-Hirn-Trauma Patientin. Sie war ein kompletter Pflegefall und zwischenzeitlich kurz vorm Sterben. Obwohl sie häufig auf die Intensivstation verlegt worden ist, konnte sie unsere Station  nach fast 1 Jahr Aufenthalt zu Fuß und sprechend wieder verlassen.


Welche Ausbildung hatten Sie?

Nach der bestandenen Mittlere Reife fing ich die Ausbildung zur Krankenschwester, die von 2000 bis 2003 dauerte, an der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz und an der BFS für Krankenpflege an.


Welche Nachteile verbergen sich hinter diesem Beruf?

Der Schichtbetrieb, vor allem die Nachtschicht. Außerdem die körperliche, aber auch psychische Belastung,  gerade weil die Patienten auf meiner Station recht jung sind. Und durchaus auch Wochenend- und Feiertagsarbeit.


Welche Qualifikationen oder Fähigkeiten benötigt man für diesen Beruf?

Mittlere Reife, psychische und körperliche Belastbarkeit, Organisationstalent, Flexibilität und einen guten Umgang mit Menschen.


Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Es gibt viele Fort- und Weiterbildungen und Aufstiegsmöglichkeiten, wie z. B. Praxisanleiter, basale Stimulation. Auch zur Anästhesie- und Intensivkrankenschwester oder -pfleger, Stationsleitung, Bereichsleitung, Pflegedienstleitung.


Dürfen Sie Praktikanten Ihr Unternehmen zeigen?

Ja, wir haben viele Praktikanten. Das Mindestalter ist jedoch 16 Jahre.


Sollte man für diesen Beruf mobil sein?

In der Ausbildung muss man mobil sein. Durch die verschiedenen Einsatzorte, also z. B. häusliche Krankenpflege und verschiedene Krankenhäuser, beispielsweise Bad Tölz nach Wolfratshausen, ist es ohne Führerschein sehr schwierig. 

Das Schüler-Interview-Team bedankt sich für das interessante Gespräch.

 

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